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ATEMLEHRE


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Die Entwicklung der Atemlehre im deutschsprachigen Raum

Der Niederländer Cornelis Veening (1885 – 1976) schuf bereits Mitte der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts eine eigene Atemlehre, die auf dem Zugang zum unwillkürlichen Atemfluss beruht. Inspiriert von westlicher Tiefen-Psychologie und östlicher Körperlehre, ist seine Atemlehre im westlich europäischen Kulturraum verwurzelt. Sie ist auf Menschen zugeschnitten, die geprägt durch unser überwiegend naturwissenschaftlich und materialistisch ausgerichtetes Weltverständnis, den Wunsch haben, umfassendere kollektive kulturelle Werte zu kultivieren und sich im ganzheitlichen Sinn persönlich zu bilden und weiterzuentwickeln.

Die Entwicklung der Atemlehre durch den Sänger Cornelis Veening vollzog sich in naher Verbindung zur Analytischen Psychologie C. G. Jungs. Künstler wie Psychiater suchten nach einem Weg, dem Bewusstsein unbewusstes Material näher kommen zu lassen. C. G. Jung erkannte, dass der Stoff, wie er sich u.a. in Mythen und Träumen ausdrückt, aus einer präexistenten, körperlosen Quelle speist (das Kollektive Unbewusste). Cornelis Veening erfasste, dass der Atem aus eben dieser, tief im Unbewussten liegenden, Quelle aufsteigt. Da der Atem in seiner leiblichen Wirkung unmittelbar vom Menschen erfahren werden kann, bot sich Cornelis Veening ein gangbarer Arbeitsweg.

 

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Kurzbiographien

Irmela Halstenbach, geboren 1931 in Bonn, verheiratet, fünf Kinder. Studium der Grundschul-Pädagogik. 1964 bis 1976 im Atem ausgebildet von Cornelis Veening; 1962 bis 1967 Analyse bei Dr. G.R. Heyer, 1972 bis 1986 lehranalytische Weiterbildung bei Aniela Jaffé; 1976 bis 1996 bei Herta Grun im Waldmatter Kreis. 1989 Gründung der Veening®-Lehrwerkstatt in Wuppertal, die 2008 an Anne Müller-Pleuss übergeben wurde. Seither Veröffentlichungen, Vorträge und offene Lehrkurse zu Hause und an anderen Orten.1

Ilse Middendorf, geboren 1919 in Franken/Sachsen, ausgebildet in Atem- und Nervenpflege in Baden-Baden, freie Praxis für Nervenmassage und Bewegungslehre in Berlin. 1935 erste Begegnung mit Cornelis Veening und langjährige Arbeit bei ihm. Neben der Arbeit mit Kindern erforschte und entwickelte sie die Arbeit mit dem „zugelassenen Atem“. 1965 Gründung und Leitung des Ilse-Middendorf-Instituts für den Erfahrbaren Atem, 1971 -1980 Professorin an der Berliner Hochschule für Musik und Bildende Kunst mit Atemunterricht für Schauspieler. Zahlreiche Seminare im In- und Ausland. Mitbegründerin und Ehrenvorsitzende der Berufsvereinigung BEAM e.V. Sie starb 2009 im Alter von 98 Jahren in Berlin.2

Cornelis Veening, geboren am 15. 01. 1895 in Groningen (NL), lebte bis in die fünfziger Jahre in Berlin, anschließend in Scheveningen (NL). Er vermittelte seine Atemlehre und Stimmarbeit an verschiedenen Orten Deutschlands, Griechenlands und der Schweiz. C. Veening gab seine Arbeitsweise und Atemlehre an zahlreiche Schüler und Schülerinnen weiter, unter ihnen Herta Grun, Hans und Irmela Halstenbach, Margarete Mhe, Herta Richter, Bettina von Waldthausen - um nur einige zu nennen. Er starb am 19. Februar 1976 in Sils-Maria.

1 mit freundlicher Erlaubnis von Irmela Halstenbach
2 Vereinigung für Atemtherapie und Atempsychotherapie nach C. Veening© e.V. VAVE (Hg.) (2013): 208f


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