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ATEMLEHRE

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INNERER ATEM // ZELLSYSTEM // ÄUSSERER ATEM // PHYSIOLOGISCHE GRUNDLAGEN // HILFE FÜR WEN?

PHYSIOLOGISCHE GRUNDLAGEN

Physiologische Vorgänge der Atmung


Die Atmung gehört als Teil des Stoffwechsels zu den Kennzeichen des Lebens und ist als vegetative Grundfunktion, in alle Lebensvorgänge hineingewoben:

  • Mechanisch besteht eine Wechselwirkung zwischen der Atmung und den Körperorganen

  • Kreislaufdynamisch hängt die Atembewegung durch das Zwerchfell eng mit der Herztätigkeit und dem Lungenkreislauf zusammen.

  • Chemisch besteht im Körper eine Beeinflussung der Sauerstoffversorgung, des Kohlendioxydspiegels, der Ionenkonzentration und damit der gesamten Stoffwechsellage.

  • Nervös-reflektorisch ist das Atemgeschehen unmittelbar in die Steuerung des vegetativen Nervensystems eingebunden. Durch entsprechende nervliche Verflechtungen wirkt sich dies auf die benachbarten Organvorgänge aus.

  • Zentral-nervös besteht ein Einfluss der Organmotorik, vor allem der Atem-Motorik, auf die Leistungen des Großhirns und die Bewusstseinsvorgänge des Menschen und dadurch auf sein Empfindungs- und Gefühlsleben.

 

Der Atem berührt die Gesamtheit leibseelischer Vorgänge im Körper
und wirkt auf das Bewusstsein ein


Die rhythmischen Wellenbewegungen des Zwerchfells hat mechanisch eine anregende Wirkung auf die Organe des Brust- Bauch- und Beckenraums. So wird zum Beispiel die Verdauung direkt und indirekt angeregt. Die Nahrung kann besser aufgeschlossen und resorbiert werden. Schlackenstoffe können besser abtransportiert und ausgeschieden werden.

Die Atembewegung pflanzt sich, ausgehend vom Zwerchfell, als alle Gewebeschichten durchschwingende Druckwelle im Körper fort. So erleichtert und fördert der Atem die Arbeit des Herzens und stabilisiert die Kreislauffunktionen, z.B. durch die Verbesserung des venösen Rückflusses. Auch der Lymphfluss und der Liquor im Rückenmark erhalten durch den Atem ihre rhythmische Dynamik. Die Stimme wird geschont, indem die Stimmritze durch die Zwerchfellspannung beim Einatem geöffnet wird.

Über die chemische Regulierung der Blutgase und des pH-Werts des Blutes, hält der Atem die Stoffwechselleistung des Organismus in einem dynamischen Gleichgewicht. Der Atem versorgt die Zellen mit Sauerstoff. Mit dessen Hilfe verbrennen die Zellen die mit dem Blut zugeführten Nährstoffe. Als Energielieferant unterstützt der Atem die Informationsverarbeitung in den Zellen und hält damit die Selbstorganisation der Zellen aufrecht.

Der Atem ist unmittelbar in die Steuerung des vegetativen Nervensystems eingebunden, welches u.a. die lebenswichtigen Organfunktionen steuert. Der Atem fördert im Vegetativum die Balance zwischen Symapatiko-Tonus und Parasympatiko-Tonus, d.h. zwischen Energie mobilisierenden und ausgleichend-erholenden Impulsen. Generell schafft die Atemarbeit optimale Bedingungen für alle vegetativ regulierten Lebensprozesse. Im Zusammenspiel mit dem Hormonsystem wirkt der Atem z.B. stabilisierend auf den Biorhythmus.

Das Atemzentrum ist zentral-nervös steuernd in die Systeme eingebunden, die stimulierend auf das Großhirn einwirken. Der Atem fördert so Verknüpfungen innerhalb des ganzen Nervensystems. Er hat damit tiefgreifenden Einfluss auf die Bewusstseinsvorgänge des Menschen, insbesondere auf sein Empfindungs- und Gefühlsleben.


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